Sicherheit

Was passiert mit den Daten deiner Paare?

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, und sie ist berechtigt. Du trägst hier Namen, Adressen, Hochzeitstermine und Beträge von Menschen ein, die dir vertraut haben. Hier steht, was damit passiert. Ohne Marketingsprache, auch da, wo die Antwort unbequem ist.

1. Die Daten gehören dir, nicht mir

Rechtlich bist du der Verantwortliche für die Daten deiner Paare. Ich verarbeite sie nur in deinem Auftrag und nur so, wie du es willst. Das ist kein Versprechen, sondern ein Vertrag: der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den du bei der Registrierung mit abschließt. Wenn dich ein Paar oder dein Steuerbüro danach fragt, kannst du ihn vorzeigen.

2. Ich verkaufe die Daten nicht. Nie.

Es gibt keinen Weiterverkauf, keine Weitergabe an Werbenetzwerke, keine Adresshändler, kein Training von KI-Modellen mit deinen Daten. Es gibt auch keine Werbe-Cookies und kein Tracking-Skript auf dieser Website, deshalb siehst du hier kein Cookie-Banner.

Dahinter steckt keine Großzügigkeit, sondern das Geschäftsmodell: Amoriva verdient an einem Abo, das du bezahlst. Nicht an einer Provision auf deine Hochzeiten, nicht an bezahlter Sichtbarkeit, nicht an Daten. Solange das so bleibt, gibt es gar keinen Anreiz, etwas anderes zu tun.

3. Kein anderer Dienstleister sieht deine Kunden

Jedes Konto ist in der Datenbank getrennt. Die Trennung passiert nicht in der Oberfläche, sondern eine Ebene tiefer, direkt an den Daten: Jede einzelne Abfrage bekommt ausschließlich Zeilen zurück, die zu dem angemeldeten Konto gehören. Selbst wenn jemand die Oberfläche umgeht und direkt an die Schnittstelle geht, bekommt er nichts. Dasselbe gilt für Dateien: Rechnungen, Verträge und Belege liegen in einem privaten Speicher, und jeder Zugriff prüft vorher, ob die Datei wirklich dir gehört.

Das ist keine Theorie. Ich prüfe es regelmäßig von außen, mit dem öffentlichen Schlüssel, so wie ein Angreifer es täte. Zuletzt am 18.09.2026, dabei habe ich eine Lücke gefunden und noch am selben Tag geschlossen: Über eine Nebentür waren die Stammdaten der Betriebe abrufbar, nicht die Daten der Paare. Ich schreibe das hin, weil eine Seite, auf der nie etwas gefunden wird, entweder nicht geprüft wird oder nicht ehrlich ist.

4. Kann ich selbst die Daten sehen? Technisch ja.

Das ist die Antwort, die andere weglassen. Irgendjemand muss die Datenbank betreiben, Sicherungen zurückspielen können und im Support helfen. Bei Amoriva bin das ich. Technisch könnte ich also in ein Konto schauen.

Deshalb gibt es klare Regeln, und sie stehen im AVV, nicht nur hier: Ich sehe mir Inhalte eines Kontos nur an, wenn du mich im Support ausdrücklich darum bittest, wenn es nötig ist, um einen Angriff oder eine Störung abzuwehren, oder wenn ein Gesetz mich dazu verpflichtet. Sonst nicht. Und wenn irgendwann jemand dazukommt, wird diese Person vorher schriftlich zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Wenn dir jemand erzählt, bei ihm könne grundsätzlich niemand in die Daten schauen, frag nach, wer dann nachts die Sicherung zurückspielt.

5. Wo die Daten liegen

Datenbank, Dateien und der laufende Betrieb liegen in der Europäischen Union, die Datenbank in Irland. Die Übertragung läuft ausschließlich verschlüsselt, gespeichert wird ebenfalls verschlüsselt.

Drei Dinge verlassen die EU, und zwar nur diese drei:

  • E-Mails. Der Versanddienst sitzt in den USA. Wer eine Rechnung per Mail schickt, schickt sie über ihn. Abgesichert über die EU-Standardvertragsklauseln.
  • KI-Funktionen. Nur wenn du sie selbst anklickst. Nutzt du sie nicht, geht dorthin nichts. Was genau übermittelt wird, steht Funktion für Funktion in der Datenschutzerklärung.
  • Zahlungen. Erst, wenn es ein kostenpflichtiges Abo gibt. Deine Kartendaten sehe ich dabei nie, die verarbeitet ausschließlich der Zahlungsdienstleister.

Was ausdrücklich nicht passiert: Amoriva verbindet sich nicht mit deiner Bank und liest keine Kontoumsätze. Wer Zahlungen abgleichen will, lädt selbst eine CSV-Datei hoch.

6. Was passiert, wenn du aufhörst

Du kannst jederzeit alles exportieren, mit einem Klick, als offene Datei. Kündigst du, bleibt das Konto 90 Tage bestehen, damit du in Ruhe alles mitnehmen kannst. Sieben Tage vor Ablauf bekommst du eine Erinnerung. Danach wird gelöscht. Wenn du nicht warten willst, löschst du sofort selbst, ebenfalls mit einem Klick.

Und die Frage, die selten jemand laut stellt: Was, wenn es Amoriva eines Tages nicht mehr gibt? Auch dann gehören dir deine Daten. Sie liegen in einem offenen Format, die Dokumente sind normale PDFs. Du bist zu keinem Zeitpunkt darauf angewiesen, dass ich weitermache, um an deine eigenen Unterlagen zu kommen. Genau deshalb sitzt der Export im Dashboard und nicht hinter einer Support-Anfrage.

7. Was gegen Angriffe getan wird

  • Alles läuft verschlüsselt, erzwungen, nicht optional.
  • Anmeldung mit Passwortprüfung gegen bekannte geleakte Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung auf Wunsch.
  • Automatische Bremse bei zu vielen Versuchen an sicherheitsrelevanten Stellen.
  • Hochgeladene Dateien werden auf Typ und Inhalt geprüft, nicht nur auf die Endung.
  • Tägliche Sicherungen. Die Wiederherstellung wurde einmal im Ernstfall durchgespielt, dabei kamen vier Fehler heraus, die alle behoben sind. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung.
  • Regelmäßige automatische Prüfungen der Zugriffsregeln und der eingesetzten Programmbibliotheken.

8. Und wenn doch etwas passiert

Dann erfährst du es von mir, spätestens 24 Stunden nachdem ich davon weiß, per E-Mail, mit dem was passiert ist, welche Daten betroffen sind und was ich dagegen tue. Das steht so im AVV und in den AGB, es ist also eine Pflicht und keine Absichtserklärung.

Wichtig für dich: Die Meldung an die Datenschutzbehörde macht in dem Fall du, weil du der Verantwortliche für die Daten deiner Paare bist. Du hast dafür 72 Stunden. Ich liefere dir alles, was du dafür brauchst, und sage dir das in derselben Mail.

9. Was du selbst tun solltest

  • Ein eigenes, langes Passwort, das du nirgendwo sonst benutzt.
  • Die Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten. Zwei Minuten, und der häufigste Angriff ist erledigt.
  • Wenn ein Paar fragt, wo seine Daten liegen: schick ihm diese Seite oder den AVV.

10. Noch eine Frage offen?

Schreib mir an kontakt@amoriva.app. Ich antworte selbst, und wenn ich etwas nicht weiß, sage ich das, statt es schön zu formulieren.

Stand: 18. September 2026. Die Details stehen in der Datenschutzerklärung und im AVV. Wenn dort etwas anderes steht als hier, gilt dort.